«Powerfrauen müssen loslassen, um aufs nächste Level zu kommen.»

Anne hat für ihre Selbständigkeit als Copywriterin dieses Jahr ihren Job an den Nagel gehängt, denn nach einer jahrelangen Suche nach ihrer Berufung hat sie diese im Copywriting gefunden. Mit Wohnsitz in der Schweiz ist sie mit ihrem Sohn seit August 2023 unterwegs in Deutschland, Italien und Spanien und kostet ihre neugewonnene Freiheit, ortsunabhängig zu arbeiten, aus.

Anne sah man schon als Kind nur mit Stift und Block in der Hand und sie war die, die ihren Freunden 10-20-seitige Briefe schrieb. Wie der Glaubenssatz, dass man mit Schreiben kein Geld verdienen kann, sie lange davon abgehalten hat, diesen Weg ernsthaft einzuschlagen und welchen wertvollen Tipp sie als Expertin für dich als Online-Unternehmerin preisgibt, erfährst du in diesem Artikel.

Anne, du bist Copywriterin und schreibst für deine Kunden Texte, die ins Herz treffen. Was hast du davor gemacht?

Ausserdem bin ich ausgebildet als Talentanalytikerin mithilfe der Psychophysiognomik. Mit dieser Methode kann man Eigenschaften und Talente eines Menschen schnell und verlässlich identifizieren. Damit habe ich eine Laufbahn als Career Coach eingeschlagen.

Was hast du genau gemacht als Career Coach?

Ich habe Menschen in Bezug auf ihr Studium, ihre Karriere und ihren Beruf beraten. Ich habe schnell erkannt, welche Talente sie besitzen und konnte ihnen auf dieser Basis weiterhelfen. Es kamen Menschen aller Altersgruppen zu mir – von 13- bis zu 70-Jährigen. Ich konnte ihnen helfen, einen Weg einzuschlagen (oder auch weiterzugehen), der ihre Talente optimal fördert und sie deshalb glücklich macht.

Die individuelle Erfüllung für meine Ratsuchenden zu finden, war immer mein Antrieb. Ich erhielt viel Dankbarkeit und Wertschätzung. Die Methode der Psychophysiognomik ist absolut kraftvoll.

Warum war das dann doch nicht dein Ding?

Es wurde mir irgendwann zu viel, anderen zu sagen, was sie mit ihrem Leben tun sollen. Das war mir zu viel Verantwortung und zu viel Druck. Druck, den ich mir vielleicht oft selbst auferlegt hatte.

Ich liebe es, Menschen zu verstehen und über ihr Verhalten zu lernen, aber diese Beratungen waren mir zu nah. Es kamen mir so viele Gefühle entgegen, die ich nicht abfiltern konnte. Das war leider enormer Stress für mich und deshalb keine Lösung auf Dauer. Aber ich habe wahnsinnig viel gelernt, was mir für immer bleibt.

Dabei war ich ja selbst Laufbahnberaterin – ironisch irgendwie. Neben der Stelle als Laufbahnberaterin arbeitete ich an meiner Dissertation.

Mit Corona kam ein Wendepunkt. Wir stellten damals die Beratungen auf online um und mir gefiel das sehr. Ich war dann eine Woche lang zuhause, weil ich krank war. Ich habe in dieser Zeit gemerkt, wie gut mir das tat, das Alleinsein und das Tätigsein in meinem eigenen Flow. In mir entstand der konkrete Wunsch, immer von zuhause aus arbeiten zu können. Zuvor war ich seit vielen Jahren in einem nie endenden Hustle, war ständig gestresst und chronisch krank.

Als Ausgleich und für mein inneres Wachstum hatte ich parallel verschiedene Coaching-Ausbildungen im spirituellen und energetischen Bereich gemacht, wollte mich da aber nicht hauptberuflich drauf spezialisieren. Ich bin vermutlich eine Scanner-Persönlichkeit und kann nicht genug an neuem Wissen bekommen *lacht*.

Während dieser kranken Woche hatte ich ein bisschen Zeit und habe an meiner ersten Live-Online-Experience teilgenommen, in der es um eine Coaching-Ausbildung im Hypnobirthing Bereich ging.  

Dort tauchte ich zum ersten Mal in die Grenzenlosigkeit der Online-Coaching Szene ein und war absolut fasziniert. Ich ließ mich umher treiben und sah: Es war dort so viel möglich!

Menschen wuchsen über sich hinaus, gestalteten sich ihre eigene Realität, verdienten viel Geld und waren ausserordentlich glücklich.

Und sie beschäftigen sich in ihren Businesses genau mit meinen Themen: Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit, Spiritualität, Glück, Wachstum etc.

Hypnobirthing war mir aber wieder zu spezifisch. Also buchte ich kurzerhand ein Business-Aufbau Coaching-Programm. Ich wollte meine Talentanalyse und meine spirituellen Tools in ein Programm packen, in dem Männer wieder lernen dürften, jenseits aller Programmierungen und Verletzungen wieder auf ihr Herz zu hören.

Wie hast du gemerkt, dass Schreiben dein Ding ist?

Ich wusste schon immer, dass ich das Schreiben liebe, man sah mich als Kind schon immer mit Stift und Block in der Hand.

Ich schrieb Gedichte, füllte Tagebücher und habe regelmässig 10-20-seitige Briefe an viele meiner Freundinnen geschrieben. Ich habe keine Gelegenheit ausgelassen, um zu schreiben. Ich schrieb am Bahnhof, im Wald, auf dem Friedhof (für eine Extraportion Mystik), im Bett, auf der Wiese – überall! Meine Mama kann das bestätigen 😊

Ich schrieb auch Gutachten für meine Ratsuchenden und Hunderte von Seiten für mein Doktorat.

Ich fühle mich beim Schreiben mit mir, meinen Kund*innen, deren Kund*innen und dem Kosmos verbunden. Ich liebe die Kombination aus extremer Fokussiertheit und der energetischen Expansion, die ich beim Schreiben erlebe.

Warum hast du nicht schon früher das Schreiben für dich als berufliche Karriere in Betracht gezogen?

Als Schriftstellerin Geld verdienen?! – Ich hatte einen Glaubenssatz, dass man mit dem Schreiben nichts machen kann. Auch Sprachen haben mich immer interessiert. Ich hatte als Leistungsfächer Deutsch und Französisch. Ich habe an der Uni viele Jahre intensiv Sanskrit und Tamil studiert und auch unterrichtet.

Aber Menschen interessierten mich immer noch mehr…  

Und wie bist du dann zum Copywriting gekommen?

Nach meinem Erleuchtungsmoment im Business-Coaching ging alles sehr schnell.

Ich bin heute noch so glücklich, auf Katrin Steck gestossen zu sein. Sie ist Mentorin (u.a. in diesem besagten Business-Coaching Programm) für Copywriting und bildet selbst Copywriter aus.

Ein Copywriter schreibt für seine Kund*innen zielgruppengerechte Texte zum Beispiel für Social Media, Websiten, Landing Pages, Newsletter und begleitet den Kunden auch strategisch z.B. auf seinem Launch. In der Ausbildung von Katrin Steck lernen die Teilnehmer alles, was sie für hochwertiges Copywriting benötigen, u.a. psychologische Überzeugungsprinzipien, Strategien und wie man authentisch seiner Zielgruppe aus der Seele sprechen kann.

Was war anders beim Copywriting, als bei allem, was du vorher gemacht hast?

Von Anfang an bekam ich viel Wertschätzung von meinen Kunden und spürte auch selbst:

Vorher habe ich immer an mir gezweifelt. Es hat sich nie so richtig angefühlt.

Es geht stark darum, Menschen zu verstehen, erstmal den Kunden, dann die Zielgruppe. Dann aber auch mich selbst – damit ich nicht zu fest meine eigenen Emotionen und Ansichten miteinbringe, sondern mich davon ablöse. Ich schreibe sehr intuitiv und weniger analytisch. Ich fühle mich rein und dann schreibe ich. Meistens kommt das dann auch gut *lacht*. Aber ich arbeite auch gerne analytisch – bin ja Wissenschaftlerin 😊.  

Hattest du mit Sichtbarkeitsblockaden zu kämpfen, als du gestartet hast?

Früher war ich super schüchtern und scheu. Jetzt habe ich keine Angst mehr, mich zu zeigen – das zeigt mir auch, dass diese neue Identität für mich gemacht ist. Ich habe keinen Drang mehr, mich zu verstecken, sondern will allen zeigen: «Hey, das ist jetzt mein Business und es ist grossartig!»

Und damit tauchen natürlich auch Herausforderungen auf. Ich wollte immer nomadisch unterwegs sein wie jetzt und Zeit für mein Kind haben. Weil ich alleinverdienend war, musste mein Sohn schon früh von anderen Menschen betreut werden. Ich habe mir immer gewünscht, einmal jeden Tag mit ihm zu verbringen und ihn im Homeschooling zu unterrichten.

Plötzlich kommt mit der Liebe zu meiner neuen Arbeit aber auch der Wunsch nach etwas mehr Sesshaftigkeit und nach meinem eigenen Arbeitszimmer auf, in dem ich in Ruhe schreiben und mein Business zur Entfaltung bringen kann.

Das sind so Sachen, da muss ich meine alten Vorstellungen loslassen und wieder meinen neuen Impulsen folgen.

Musstest du noch mehr loslassen?

Mit 19 Jahren, gleich nach der Matura, war ich das erste Mal in Indien. Indien hat mich stark geprägt, denn dort fühlte mich verstanden und zuhause. Auf insgesamt 13 Reisen habe ich Indien kennen gelernt, als Englischlehrerin gearbeitet, mich verliebt und Bekanntschaften geknüpft. Ich wurde aber auch jedes Mal schwer krank, wenn ich dort war – Viruserkrankungen, Dengue-Fieber, Magen-Darm-Infekte etc.

Nach meinem ersten 6-monatigen Aufenthalt brachte ich psychische und körperliche Beschwerden mit heim und litt an Autoimmunprozessen, Depressionen, Angststörungen und Panikattacken. Ich konnte viele Jahre nicht mehr aus dem Haus gehen, mein Körper hat nicht mehr funktioniert und es ging mir grottenschlecht.

Irgendwann konnte ich nicht mehr nach Indien, weil es dort noch schlimmer war. In Indien ist alles so intensiv. Da ist mein Nervensystem wohl einfach durchgedreht. Ich liebte es zwar, aber ich musste loslassen. Mein Körper zeigte mir, dass ich nicht dahingehörte.

Die Identität als Indologin (aus Liebe zum Fach und zum Land), die ich mir während des Studiums aufgebaut habe, musste ich aus gesundheitlichen Gründen Schritt für Schritt wieder gehen lassen. 20 Jahre lang wusste ich, dass das nicht mehr meine Identität ist, aber ich hatte noch keine Neue gefunden.

Seitdem ich nun den Sprung in die Selbständigkeit gewagt hatte, fühle ich mich wieder lebendig, abenteuerlustig und frei. Schlagartig ging es mir viel besser. In der Zeit der Identitätslosigkeit habe ich viel innere Arbeit geleistet, die sich nun als eine völlig neue Realität manifestiert. Ich bin zutiefst dankbar dafür.

Bist du spirituell?

Als Wissenschaftlerin hatte ich lange Zeit mit der Spiritualität von anderen Menschen zu tun. Themen des Hinduismus haben mich immer fasziniert. Aber selbst hatte ich keinen tiefen Glauben.

Als ich vor ein paar Jahren meinen Hund verloren habe, suchte ich einer Eingebung folgend ein Tiermedium auf. Sie konnte mir tatsächlich sagen, wie mein Hund gestorben ist, obwohl sie das gar nicht wissen konnte. Danach habe ich mich mehr mit dem Spiritismus beschäftigt und selbst Ausbildungen in diese Richtung gemacht.

Meine grösste Erkenntnis in dieser Zeit war, dass Energie Materie lenkt und man deshalb sein Leben aktiv kreieren kann. Das war mir vorher einfach nicht klar. Dieser Paradigmenwechsel war mein wichtigster Wendepunkt im Leben. Jetzt erschaffe ich mir mein Leben so, wie ich es haben möchte und bin nicht mehr das Opfer der Umstände. Da darf ich natürlich noch Meisterin werden, aber ich bin gut dabei 😊

Welche mutigen Schritte würdest du genau wieder so gehen?

Ich würde jederzeit auch wieder meinen Job kündigen und in die Selbständigkeit gehen. Und ich würde mich jederzeit wieder als Copywriterin ausbilden lassen.

Sich in das Thema der Kundin einzuarbeiten, erfordert natürlich tiefgehende Recherche, die mich auch persönlich immer weiterbringt.

Anne, deine Expertise ist gefragt. Welchen Magic Tipp hast du für alle Online-Unternehmerinnen, die diesen Artikel lesen?

Doch nicht nur blinde Flecken werden aufgedeckt. Die Powerfrau hat gleichzeitig auch mehr Zeit für sich selbst, mehr Zeit für das eigene Leben, die Familie, die Freunde. Lebenszeit verrinnt so schnell. Wieso muss man immer alles alleine machen? Wenn alle das tun, was sie am besten können, ist es effizient und macht alle happy. Win-win-win für die Welt.

Loslassen, um zu wachsen, ist mein Tipp an alle Powerfrauen, denen gerade das so schwer fällt. Und warum ich diesen Tipp geben kann? Mir fällt das selbst sehr schwer, aber seitdem ich es konsequent befolge, ist alles so viel luftiger…

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