Über die Kraft der Elemente, Kinder als Spiegel und warum wir danach streben sollten, Frieden mit uns selbst zu schliessen

Als Kind, erinnert sich Emmelie, hatte sie Visionen und Vorstellungen von sich als «Kräuterhexe», die Zaubertränke braute, während die Menschen des Dorfes zu ihr kamen und sie diese bei gesundheitlichen Fragen unterstützte. Doch diese ersten Hinweise auf ihre Berufung blieben erstmal reine Kindheitsfantasien. Aufgewachsen in einer Familie ohne große Berührungspunkte zur Spiritualität oder zum Göttlichen wählte Emmelie beruflich einen Weg als Schnittassistentin und Cutterin beim Film und blieb 10 Jahre auf diesem Beruf. Obwohl ihr die Arbeit gefiel, schlummerte immer das Gefühl in ihr, dass irgendwie etwas fehlte. Schließlich führte eine Begegnung mit einer Reikimeisterin dazu, dass sie erkannte, dass ihr eigener Weg etwas mit «Heilen» zu tun hatte. Mutig löste sie sich von ihrem Beruf als Schnittassistentin / Cutterin, bildete sich als Heilpraktikerin aus und machte seither diverse Weiterbildungen, unter anderem im Bereich Heilpflanzen und Reikieinweihungen, prozessorientierter Homöopathie und Massage. Heute ist das Bild der «Kräuterhexe» – natürlich liebevoll gemeint – gar nicht mal so weit von Emmelies Tätigkeit entfernt.

  • Ausbildung zur Mediengestalterin in Bild und Ton, Schnittassistentin in Berlin
  • Ausbildung zur Heilpraktikerin am Institut für Phytotherapie (IFP) Berlin
  • Reikieinweihungen Grad 1-3, Wahrnehmungsschulungen und Übungsgruppen bei Helene Henke
  • Ausbildung Prozessorientierte Homöopathie bei Hans-Jürgen Achtzehn und Aufstellungsarbeit bei Hiltrud Achtzehn
  • LomiLomiNui Massagekurse bei Anja Friedel
  • Assistenz bei Saskia Zersen «Der Frau Holle Weg»
  • Assistenz bei Hiltrud Achtzehn «Ein-Jahres-Prozess für Frauen»
  • Weg zur Hüterin der weiblichen Kraft bei Alicia Kusumitra

Emmelie: Wo stehst du aktuell, was beschäftigt dich gerade?

Ich bilde mich konstant weiter und bin gerade selbst noch einmal in ein Weiterbildungs-Coachingprogramm gesprungen. Dabei bin ich auf einen Schlüsselsatz für mich gestossen, und zwar den, «als Heilerin zu wirken».

Die Menschen «heilen» sich zwar immer nur selbst, aber ich unterstütze sie dabei. Und zwar dadurch, dass ich erinnere und Mut mache, dass auch ein schwieriger Weg beschritten werden kann. Ich bringe mit meiner Arbeit etwas in Bewegung, kann einen Schleier wegmachen, der jemanden noch davon abhält, seinen Weg zu gehen. Heilung passiert aber letztendlich aus dem Einzelnen heraus und erst dann, wenn die Person dazu bereit ist.

Ausserdem habe ich Anfang September 2023 eine Trauerzeremonie geleitet, für eine sehr gute Freundin von mir. Sie hatte sich das so gewünscht. Das war eine unglaublich besondere Erfahrung. Ich bin ihr dankbar, dass ich quasi in diese Aufgabe geschubst wurde.

Wie war das für dich, eine Trauerzeremonie zu leiten?

Es fühlte sich total natürlich an.

Ich hatte das Gefühl, genau am richtigen Platz zu sein. Und das, obwohl ich keine Trauerrednerin bin und das vorher noch nie gemacht habe.

Es war ein Schlüsselmoment für mich, denn während der Zeremonie nahm ich eine Energie wahr von: «Das, was ich hier tue, ist richtig, mit all der Angst, mit all den Tränen und mit all der Trauer.» Ich fühlte mich mit mir und mit dem Universum verbunden.

Das Gefühl kenne ich auch von den Frauenkreisen, die ich leite. Das im Rahmen einer neuen Erfahrung so klar zu spüren, war für mich unglaublich beeindruckend.

Ich möchte mich gerne noch mehr in diese Richtung entwickeln, dass ich diese Anbindung noch häufiger spüre. Für mich selbst und für die Menschen, die ich begleite.

Mein Wunsch ist, dass jeder seinen Platz findet. Egal wo, dass das letztendlich ist. Jeder Mensch hat seine Aufgabe und bringt etwas Eigenes in die Welt.

Was ist dein Angebot, womit unterstützt du die Menschen?

Ich begleite vor allem Frauen, aber auch Männer, die eine weibliche Führung möchten. Ich arbeite sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting.

Im 2024 biete ich ein Seminar an: DU – Ganz und gar Frau sein. Das Seminar richtet sich an Frauen, die sich in ihrem Leben irgendwie blockiert fühlen und soll ihnen helfen, mehr zu sich selbst zu finden und Klarheit über ihre nächsten Schritte zu erhalten. Das wird eine magische Zeit in einem sicheren, geschützten Raum, der es den Teilnehmerinnen erlaubt, sich zu öffnen für den eigenen Schmerz und die eigenen Wünsche. Im gewohnten Umfeld ist das häufig nicht in dieser Tiefe möglich.

Zudem veranstalte ich regelmässig Frauenkreise – mit dem Ziel, dass sich die Frauen selbst näher kommen und sich dem Leben wieder mehr öffnen.

Ich ziehe sehr gerne die Elemente Feuer, Erde und Luft und Wasser in meine Arbeit mit ein.

Wie ziehst du die Elemente und die Natur in deine Arbeit mit ein?

Da gibt es so viele Möglichkeiten…

… Wir schreiben zum Beispiel Dinge auf, die wir loslassen wollen auf kleine Zettel und lassen diese im Kreis im Feuer verbrennen. Das wirkt sehr befreiend.

Oder wir nutzen Kräuterwasser und Tees mit bestimmten Pflanzen, um den Körper bei der Heilung zu unterstützen.

Für mich persönlich ist immer so ein schönes Zeichen, wenn ich nach draussen gehe und einen Dank oder ein Gebet spreche, und dann beginnt an einem windstillen Tag ein Wind zu wehen. Das ist eine direkte Resonanz der Natur zu dem, was ich ausgesendet habe. Wir sind immer in Kontakt mit dem Universellen, und jeder Gedanke erzeugt eine Resonanz.

Diese Verbindung zur Natur ist mir sehr wichtig. Dass ein Feuer mich beispielsweise unterstützen kann, wenn ich loslassen will. Dass ich auch Antworten in der Natur finde, wenn ich danach suche – sei es über Steine, Pflanzen oder Tiere. Es liegt an uns, den Blick dafür mehr zu öffnen.

Für welche Frauen sind Frauenkreise interessant?

Bei den Frauenkreisen geht es darum, verschiedene Themen genauer anzuschauen, mit dem Ziel, dass jede Frau wieder näher zu sich selbst kommen kann.

Wir beantworten die Frage: «Wie sieht meine Innenwelt aus?»

Wir machen uns bewusst, was da noch für innere Bilder und Erinnerungen vorherrschen, die uns vom Weg zum Frieden mit uns selbst abhalten.

Alles, wofür sich die Frauen beispielsweise schämen, darf Platz finden und Raum haben bei den Frauenkreisen. Themen, die sonst vielleicht nicht angesprochen werden können. Themen, die sonst verborgen und unausgesprochen bleiben. Wünsche, die sich die Frauen bisher vielleicht noch nicht getraut haben, auszusprechen. Für all diese Themen sind Frauenkreise da.

Zudem geben wir ins Feuer, dass man sich vergibt, für bestimmte Sachen, die man getan hat (oder auch nicht getan hat!).

Auf Social Media geht es so häufig um «dein Business, deine Kunden, deinen Kontostand». Aber erstmal geht es um einen selbst. Und der Rest kommt dann (automatisch) hinterher.

Es ist so wichtig, dass wir in den Frieden kommen mit uns selbst. Das ist der Fokus.

Du arbeitest sehr intuitiv. Wie bekommst du als sehr wahrnehmende Frau Impulse?

Zum Beispiel in Bildern oder Sätzen, manchmal auch über Emotionen. Meist stelle ich zuerst eine Frage, wie zum Beispiel: Was kommt als nächstes? Dann erhalte ich Impulse dazu.

Ich bekomme zum Beispiel das Bild, dass ich jeder Frau im Frauenkreis die Hand auf den Körper lege. Und dann tue ich das.

Oder ich trete in ein Energiefeld von einem anderen Menschen und nehme bei mir selbst einen Schmerz im Rücken wahr. Mein Körper zeigt mir dadurch an, dass diese Person dort eine energetische Blockade haben könnte und diese Stelle meine Aufmerksamkeit braucht.

Ich glaube, diese Fähigkeit, wahrzunehmen, ist in jedem von uns. Wir alle haben die gleichen Sinne, sie sind nur bei jedem unterschiedlich ausgebildet. Wir sind Energiewesen. Wir haben uns aber von dieser Verbindung abgeschnitten, und leben häufig nicht mehr in diesem Bewusstsein und mit dieser Achtsamkeit.

Ich bin zum Beispiel sehr fühlend über meine Hände. Ich lege die Hände auf und dann fliesst da Energie. Das löst in den Menschen etwas aus und dann kommen vielleicht Tränen oder eine andere Reaktion.

Deswegen ist die Online-Arbeit teilweise herausfordernd für mich, weil meine körperliche Präsenz und Hände auch wichtig sind. Ich kann zwar online arbeiten und Energie hinschicken, das funktioniert. Trotzdem glaube ich, dass der direkte Kontakt zu mir wichtig ist.

Du warst ja ursprünglich als Schnittassistentin / Cutterin tätig. Wie hast du es geschafft, «zu deiner wahren Essenz zurückzukehren» und deine Berufung zu leben?

Ich war zuvor Mediengestalterin und habe beim Film gearbeitet. Irgendwann bin ich mit einer Heilerin in Kontakt gekommen – mit einer Reikimeisterin. Von diesem Moment an wusste ich, dass dort mein Weg durchgeht und konnte dieses Gefühl in mir nicht mehr ignorieren.

Für den Verstand macht das manchmal erstmal keinen Sinn. Doch in diesen Momenten gilt es loszulassen und dem Herzen zu folgen.

Später erinnerte ich mich an Bilder, die ich schon als Kind hatte, jedoch zwischenzeitlich wieder verdrängte. Ich habe mich damals als «Kräuterhexe» gesehen. Mit einem grossen Kessel, vielen Kräuterbüscheln und Menschen, die mich besuchten und meine Unterstützung in Anspruch nahmen. Die Natur – Pflanzen, Kräuter, Tees sind fester Bestandteil meiner Arbeit und ich ziehe sie immer bei, um den Körper auf einer anderen Ebene nochmals individuell in seiner Heilung zu unterstützen.

Der Name Holunder ist mir bei der Ausbildung plötzlich wieder eingefallen (seitdem nenne ich mich Emmelie Holunder, wenn es um meine Arbeit geht). Holunder kommt von der Hollen, der Mutter, der alten Weise, der Verbindung zwischen dem Jenseits und dem Diesseits.

Mein Onkel hat mich als Kind so genannt. Ich glaube nicht, dass diese Kosenamen Zufall sind.

bildliche Darstellung der «Hollen»

Am Anfang war es nicht leicht. Mit der Entdeckung meiner Berufung «Heilung» kam viel Schmerz auf allen Ebenen. Ich musste zuerst in die Dunkelheit gehen, ich habe mich geschämt. Ich habe mich am Anfang total geweigert, diesen Weg zu gehen.

Das mit der geistigen Welt und Krafttieren, da hat mein Verstand zu kämpfen gehabt, während mein System jubilierte. Heute zweifle ich das nicht mehr an.

Jeder hat da seine Prägungen. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der das Göttliche nicht existierte. Dadurch hielt ich mich zurück, über meine Wahrnehmungen zu sprechen. Ich nahm Emotionen und Veränderungen von Energiefeldern bei anderen Menschen sehr stark wahr. Sie selbst nahmen das nicht immer wahr. Deswegen habe ich lange Zeit an meiner eigenen Wahrnehmung gezweifelt.

Heute weiss ich, dass das heilerische Feld mein Feld ist. Etwas anderes will ich nicht machen. Trotz all der Freude und Liebe zur Chefin damals als Schnittassistentin / Cutterin, musste ich mir irgendwann eingestehen: «Ich muss hier raus, ich kann das nicht mehr machen. Ich darf beruflich etwas finden, wo ich mich selbst sein kann.»

Hast du eine Vision?

Ich würde gerne mal ein Heilzentrum eröffnen, ein Retreatzentrum, bei dem man sich einbuchen kann für ein bis vier Wochen, wo es um spirituelle Entwicklung und um Heilung geht.

Es soll Zeremonien und Schwitzhütten geben, eine gute Mischung aus naturverbundenem Arbeiten und Mindsetarbeit. Die Besucher sollen bekommen, was gerade zu ihrem persönlichen Wachstum beiträgt.

Ich möchte diesen Raum kreieren, an dem Heilung stattfinden kann. Es soll ein Treffpunkt sein für Heilende und verschiedene Kulturen zusammenbringen.

Ich möchte nicht auswandern. Auch hier in Deutschland braucht es Menschen, die sich mit diesen Themen beschäftigen, auch wenn das Energiefeld an anderen Orten vielleicht leichter ist.

Du hast einen Sohn, er ist 5. Was waren bisher die grössten Erkenntnisse für dich als Mutter?

Kinder sind Spiegel, durch und durch.

Ich habe durch meinen Sohn sehr viel über Wut gelernt. Ich wusste gar nicht, dass ich so wütend werden kann. Und auch, dass ich mich in meiner eigenen Wut und teilweise auch Gefühle von Verzweiflung trotzdem für die Liebe entscheide.

Ich habe gelernt, ihm die Erlaubnis zu geben, dass er wütend sein darf. Ich habe gelernt, zuzulassen, dass er, wenn er etwas doof findet, Gefühle der Trauer, Enttäuschung fühlen darf.

Denn oft merke ich in diesen Momenten: «Ah ich mache ihm gerade das Gefühl kaputt. Weil er jetzt gerade ein Gefühl hat, das mir einfach nicht passt.»

Er ist zum Glück sehr klar und versteht, was vor sich geht und kann das artikulieren.

Wenn man sich für das eigene Kind öffnet, kann man seine eigenen Schmerzpunkte besser kennenlernen und über sich selbst unglaublich viel erfahren.

Und wie stehst du zum Thema «die eigenen Eltern»?

Ich begegne diesem Thema häufig in meiner Arbeit, da ich mit meinen Kund*innen auch Aufstellungen mache.

Wir sollten Frieden mit unseren Ahnen schliessen. Sie kriegen immer die ganze Schuld und Vorwürfe ab. Letztendlich haben sie getan, was sie konnten.

Wir dürfen uns daran erinnern: Wir sind nicht ohne Grund genau in dieser Familie, in der wir jetzt sind. Wir dürfen vertrauen, dass unsere Seele einen Plan hat. Ich darf die Themen auflösen und ich löse es ja nicht nur für mich auf, sondern für meine Kinder und Enkelkinder.

Der Gedanke hat mich immer so berührt, dass wir, die wir jetzt leben, die Antwort auf das Gebet unserer Ahnen sind. Sie haben nach Heilung gebeten und manchmal passiert es erst zwei oder drei Generationen später, mit dir. Und du übernimmst das jetzt für das Kollektiv.

Deshalb ist bei sich selbst anzufangen das Wichtigste. Damit nehmen wir die Verantwortung zu uns und werden bewusst über die Kraft, die in uns wohnt.

Logo von Emmelie’s Facebookgruppe: Spirit Heart – Wahrhaftigkeit – geerdete Spiritualität – Herzöffnung

Eins würde mich noch interessieren: Was war das grossartigste Ereignis für dich in den vergangenen Monaten?

Neben der Trauerzeremonie, die ich leiten durfte ist sind die besonderen Ereignisse für mich meist nicht die «grossen Ereignisse», im Gegenteil.

Vor ein paar Tagen flatterte frühmorgens aufgeregt eine Blaumeise in meinem Wohnzimmer herum. Sie flog nicht heraus, obwohl die Türe weit offenstand. Ich fing sie also ein, um ihr den Weg hinaus zu zeigen. Dann sass sie ruhig in meinen Händen und als ich zu ihr sagte, sie könne jetzt raus, drehte sie sich um, und schaute mich an. Sie sah mich nur an und hat für einen Moment den Kontakt zu mir aufgenommen, bevor sie wegflog. Das hat mich sehr berührt. Es sind diese kleinen Geschichten, welche die grossen Momente für mich ausmachen.

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